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Sicher Klettern lernen
...die interaktive Kletterschule |
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1. Anseilen
Vor dem Einstieg in eine Kletterroute gilt es zunächst einmal seinen Klettergurt richtig anzulegen und sich korrekt in das Seil einzubinden. Beim Sportklettern reicht in der Regel ein Hüftsitzgurt. Beim alpinen Klettern ist die Ergänzung eines Brustgurtes oder, bei leichteren Klettertouren, eines Kombigurtes empfehlenswert.
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1.1 Das Anlegen des Hüftsitzgurtes
Die meisten Hüftsitzgurte werden mithilfe eines Schlaufgurtes geschlossen. Modernere Klettergurte verfügen hingegen schon über “idiotensichere” Verschlußsysteme z.B. “Rock & Lock” von Singing Rock.
Während beim konventionellen Klettergurt darauf geachtet werden muß, daß das Gurtband nicht nur durch die Schnalle gefädelt wird, sondern auch zurückgeschlauft werden muß, bieten diese moderneren Klettergurte ein System, bei dem der Gurt nur noch durch Anziehen des Taillengurtbandes angepasst wird. |
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Beckengurt richtig schliessen:
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1.2 Anlegen eines Brustgurtes
Beim Sportklettern reicht in der Regel ein Hüftsitzgurt aus, solange man größere, unkontrollierte Stürze ausschliessen kann und die Klettertour steil genug ist. Die Ergänzung eines Hüftgurtes mit einem Brustgurt empfiehlt sich immer dann, wenn bei einem unkontrollierten ”Abgang”, die Gefahr eines Kopf-über-Sturzes besteht. Beim Alpinklettern gehört der Brustgurt zur erweiterten Grundausrüstung. Ein Brustgurt ist darüberhinaus jedem anzuraten, dessen körperliche Proportionen (kurze Beine und großer Brustkorb, aber auch bei Bierbauch) dies erforderlich machen.
Richtig angelegt ermöglicht die Ergänzung des Hüftsitzgurtes durch einen Brustgurt einen höheren Einbindepunkt. Beim Hüftsitzgurt wird der Körperschwerpunkt im Bereich des Sola Plexus, also knapp unter dem Brustbein angenommen. Dadurch sitzen wir bequem und aufrecht im Gurt. Beim Tragen eines Rucksackes jedoch (Alpinklettern) oder bei ungewöhnlichen körperlichen Proportionen befindet sich der Körperschwerpunkt etwas höher, wodurch bei Belastung des Gurtes ein Kopf-über-Abkippen unvermeidbar wird.
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Brustgurt mit Hüftsitzgurt verbinden:
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1.3 Einbinden in den Klettergurt
Zum Einbinden in den Klettergurt stehen uns mehrere Einbindeknoten zur Verfügung. Neben dem Gesteckten Sackstich und dem Doppelten Bulinknoten ist allen voran der Gesteckte Achterknoten der Gebräuchlichste. Er ist einfach zu legen und läßt sich nach Belastung auch wieder leicht lösen. Die Frage, ob man sich direkt in die sogenannte Anseilschlaufe des Gurtes einbinden sollte oder lieber in die beiden Schlaufen an Beckengurt und Beinschlaufen, die die Anseilschlaufe miteinander verbindet, läßt sich nicht ganz einfach beantworten. Sagen die einen “lieber, in den Gurt direkt, die Anseilschlaufe könnte ja reissen”, so behaupte ich: die Anseilschlaufe wird niemals reissen, bevor das passiert, brechen eher sämtliche Haken aus der Wand oder der unglückliche Kletterer bricht sich alle Knochen. Ich empfehle das Einbinden in die Anseilschlaufe, da dies die einfachste und übersichtlichste Methode ist und somit die Gefahr irgendwnn einmal doch durch die falsche Schlaufe am Gurt zu fädeln geringer ist.
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Der Gesteckte Achterknoten:
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Nicht unbedingt empfehlenswert ist es, den Achterknoten zuvor zu legen und den Knoten dann mit einem Karabiner an den Gurt zu hängen, erst Recht nicht im Vorstieg ! Zu groß ist hierbei das Restrisiko, daß sich der Karabiner selbsttätig öffnet oder gar querbelastet wird. Im Toprope kann man sich, wenn es denn unbedingt sein muß, den Achterknoten mit 2 Schraubkarabinern an den Gurt hängen, die Schnapper sollten dann gegenläufig sein. Diese Methode empfiehlt sich auch, wenn man sich in die Seilmitte einbinden möchte.
1.4 Eigenkontrolle und Partnercheck
 Zum Schluß prüfen wir nochmals ob wir unseren Gurt richtig angelegt und uns korrekt eingebunden haben. Das selbe machen wir auch bei unserem Kletterpartner. Lieber einmal zu oft, wie einmal zu wenig !
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